Foto: Roman Jasiek / AVALOST / Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz

Zeromancer – Damned le Monde

Lange, lange, lange war es ruhig um die norwegischen Industrial Rocker. Das letzte Lebenszeichen war eine Best Of samt Bonustrack im Jahre 2013. Es war also fast acht Jahre still. Lediglich Konzerte und Festivals wurden unregelmäßig gespielt. Ihr erinnert euch noch an diese Sache…Konzerte? Festivals? Graue Vorzeit.

Nun sind Zeromancer eine Band, welche ich seit ihrem grandiosen Debüt „Clone Your Lover“ begleite und umgekehrt begleiten sie mich in meiner musikalischen Biografie. Ich warte also schon lange und sehnsüchtig auf neues Material. In einer so langen Pause lösen sich manche Bands auch gerne mal auf. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und somit war ich natürlich sehr gespannt auf die neue digitale Single. „Damned le Monde“ markiert einen Vorgeschmack auf das kommende Album “Orchestra of Knives” und besteht aus dem Titeltrack und drei Remixen.

Zeromancer sind bekannt für eingängige Songs und Melodien. Den Einfluss von Bands wie Depeche Mode erkennen geneigte Hörer:innen sofort. Dennoch stehen die Norweger für ihren eigenen Stil. Über die Jahre entwickelte sich der Sound der Band immer weiter. Wenngleich die beiden ersten Alben sicher zu den stärksten der Bandhistorie zählen, wurden die Fans nie enttäuscht.

Mit „Damned le Monde“ bleiben sich die Musiker treu. Der Song ist eine gelungene und tanzbare Mischung aus Rock und Electro. Kim Ljung, welcher quasi der Chefkomponist ist, setzt auf die für die Band bekannten Stilelemente. Der Song hätte auch auf dem letzten Album „Bye-Bye Borderline“ einen Platz gefunden und erinnert etwas an „LYCD“ oder „Weakness“. Die Lyrics trägt Alex Møklebust in seiner bekannt eingängigen Art vor. Der Text kann durchaus als eine Beschreibung des aktuellen Zustandes unserer Welt interpretiert werden. Ljung bleibt jedoch gewohnt kryptisch bei seinem Text.

Der erste Remix von Love + Revenge klingt wesentlich mehr nach Electro und somit noch mehr nach Depeche Mode zu früheren Zeiten. Eine interessante Variante und vor allem noch tanzbarer. Exfeind stellen den zweiten Remix und verwandeln den Song in eine wesentlich rockigere Nummer. Die Gitarren stehen also im Vordergrund. Der Song klingt so etwas rotziger und fast etwas punkig. Die Industrial Rocker von This Eternal Decay steuern den dritten Remix bei. Sie verwandeln den Song in eine wiederum neue Version in ihrem eigenen musikalischen Stil. Düster, atmosphärisch und bedrohlich.

Damned le Monde“ ist ein spannender Vorgeschmack auf das neue Album. Zeromancer bleiben sich und ihrem Stil treu. Sie werden dabei aber nicht langweilig oder wiederholen sich. Die Auswahl der Remixer ist gelungen, denn alle Künstler haben sich dem Song mittels der eigenen stilistischen Mittel angenommen. Somit klingt jede Version speziell. Die Erwartungen an “Orchestra of Knives” wird somit nicht geringer, möchte ich meinen.

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