Foto: carolesdaughter / Sony Music

carolesdaughter – Violent (Official Video)

Die Art und Weise, wie sie in Erscheinung tritt, erinnert mich entfernt an Emilie Autumn, zudem sagt die junge Dame, dass sie gerne in einem Tim Burton-Film leben möchte. Grund genug für mich, einen näheren Blick auf das Schaffen der gerade mal 18-jährigen Mormonentochter Thea Taylor zu werfen, die als carolesdaughter im Begriff ist, erste Sporen in der Musikwelt zu verdienen. Thea stammt aus der sicher ganz entzückenden Stadt Temecula in Kalifornien, USA. Zumindest liegt die Vermutung nahe, dass die Stadt einigermaßen entzückend ist, schließlich bedeutet Temecula in der Sprache der Luiseño-Indianer „Platz an der Sonne“ – auch wenn es dort vor allem militärische Einrichtungen und Weinanbaugebiete zu geben scheint.

Foto: Sony Music

Thea jedenfalls hat als jüngstes von zehn Kindern schon einiges hinter sich. Die Biografie erzählt davon, dass sie von diversen Schulen geflogen sei; Suchterkrankungen und Klinikaufenthalte gehörten ebenfalls zu ihrem noch so jungen Leben. Sie selbst hat sich immer als Außenseiterin gesehen, die ihre Erlebnisse in Musik gegossen hat um sie zu verarbeiten. So auch in dem ersten Aufmerksamkeitserreger (auf den direkt auch Musikgigant Sony Music aufmerksam wurde) „Violent“, die Aufarbeitung einer toxischen Beziehung, dessen Töne aus einem 808er und Akustikgitarren stammen und die mittels iPhone aufgenommen wurden – um anschließend bei Soundcloud zu landen. Dort, wo so viele aufstrebende Künstler:innen den Grundstein für eine Karriere zu legen versuchen und wo wirklich viel, viel gutes Zeug entdeckt werden kann. Inzwischen steht „Violent“ bei mehr als 20 Millionen Streams, verteilt über alle Plattformen, und es ist ganz offensichtlich, dass hier ein weiterer Pop-Star aufgebaut werden soll.

Zu „Violent“ gibt es seit ein paar Tagen auch ein höchst amtliches und höchst sehenswertes Video, das mich aus Gründen an The Birthday Massacre denken lässt. Die Kanadier wiederum haben ihre Inspiration sicher ebenfalls teilweise bei Tim Burton bezogen. Im Vergleich zu den Assoziationen, die ihr visueller Stil weckt, ist ihre Musik dann doch eher herkömmliche, wenn auch dezent alternative Pop-Musik. Was in diesem Fall für durchaus spannende Kontraste sorgt. Bin gespannt, was da noch kommt von carolesdaughter – Potenzial ist jedenfalls reichlich vorhanden. Hier das Video zu „Violent“:

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