Foto: Panini Verlag

Detective Comics #1: Batman – The Killing Joke (Panini Verlag)

Die berühmteste Fledermaus der Welt, Batman, macht einen Abstecher nach Arkham Asylum. Nicht etwa, weil das Wetter zu einem gemütlichen Spaziergang durch die ansprechend gestaltete Parklandschaft der Anstalt einlädt oder weil der Flattermann nix besseres zu tun hätte, als bei Regen durch die Weltgeschichte zu bummeln – nein, sein Auftauchen in Arkham hat einen tieferen Sinn. Batman möchte sich gerne einmal ernsthaft mit dem Joker auseinandersetzen. Also nicht im Sinne von “sich gegenseitig die Omme weich hauen”, sondern vielmehr “wir haben ein Problem miteinander also lass es uns lösen, bevor es einen von uns beiden oder sogar uns beide umbringt”.

Nun, leider lässt sich Batmans Vorhaben nicht so ohne weiteres in die Tat umsetzen, denn der zweite, dafür zwingend notwendige Mitspieler, der Joker nämlich, ist längst ausgeflogen und hat ein schlechtes Double seiner selbst in der Zelle zurückgelassen. Der echte Joker ist unterdessen in Gotham City unterwegs und besichtigt einen längst stillgelegten Vergnügungspark. Unter dem Vorwand, das Gelände kaufen zu wollen, wird er herumgeführt. Der Park erweist sich als geradezu perfekt für seinen neuesten, hochgradig hinterlistigen Plan. So kauft er denn das Gelände auch und bezahlt den netten alten Mann mit einer Extraportion Gift.

Während also der Joker Leute um die Ecke bringt und Batman auf der Suche nach dem bleichgesichtigen Kasper ist, um eben jenes zu unterbinden, richten wir unser Augenmerk auf einen drittklassigen, erfolglosen Komiker, dem es irgendwie gelingen muss, sich selbst, seine Frau und bald auch noch einen Balg durchzufüttern. Als diese Witzfigur (im wahrsten Sinne des Wortes) eines Nachts wieder einmal seine Sorgen im Alkohol ertränkt, bieten ihm zwei finstere Gesellen an, in ihrem Coup, dem Einbruch in eine Spielkartenfabrik, einzusteigen. Erst zweifelt er, aber als seine Frau wenig später unter sehr mysteriösen Umständen ums Leben kommt, willigt er ein.

Wird Zeit, die Aufmerksamkeit auf Commissionar Gordon und seine Tochter Barbara zu richten. Die beiden verbringen einen netten Tag zu Hause, als es an der Türe läutet. Nun, eigentlich sollte man ja nicht so blindlings einfach die Tür aufmachen, wenn man nicht sicher ist, wer draußen steht. Doch unbedarft eilt Barbara Gordon zur Tür, öffnet sie und… blickt dem Joker direkt ins Gesicht. PENG. Und damit nimmt das teuflische Spiel des Jokers erst seinen Anfang…

Nicht dumm von Panini, für die Detective Comics ein paar Klassiker aus der Mottenkiste zu holen. Und mit “The Killing Joke” aus der Feder Alan Moores hat man sich ein richtiges Juwel herausgepickt. Denn mal abgesehen davon, dass dieser Comic ein Lesevergnügen der besonderen Art ist und an Schockeffekten so einiges bietet, so hat “The Killing Joke” das Batman-Universum auch nachhaltig verändert. Panini hat hiermit also einen erstklassigen Einstand für die Detective Comics-Reihe abgeliefert. Einzig der Preis von 8,95 DM darf als etwas sehr hoch angesehen werden, aber vermutlich gibt es auch für diesen happigen Preis gute Gründe. Ich kann nur sagen, DAS ist Batman wie ich ihn mag. Schade nur, dass die heutigen Fledermaus-Geschichten diese Klasse nur noch selten erreichen.

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