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Dune: Hans Zimmer covert Pink Floyds “Eclipse” für den Trailer und dirigiert dafür Orchester via FaceTime

Den Trailer zur kommenden „Dune“-Verfilmung von Regisseur Denis Villeneuve haben wir alle inzwischen sicher hinreichend bestaunt. Vielleicht ist Euch die Musik des eindrucksvollen Appetitanregers aufgefallen. Es handelt sich dabei um eine Coverversion von „Eclipse“, ursprünglich zu finden auf dem 1973er Album „The Dark Side Of The Moon“. Verantwortlich für diese Coverversion ist der gleiche Komponist, der auch den Soundtrack zum neuen „Dune“ liefern wird: Hans Zimmer.

Die Wahl fiel nicht von ungefähr auf Pink FloydsEclipse“. Bereits den 1970er Jahren wollte Alejandro Jodorowsky Frank Herberts Wüstenplanet-Roman verfilmen. Diese Umsetzung hätte nach Jodorowskys Plänen nicht weniger als 10 Stunden umfasst, für die Musik hätten neben der französischen Gruppe Magma auch Pink Floyd verantwortlich sein sollen. Bekanntlich kam der Film nie zustande.

In einem Bericht von Variety heißt es, Hollywoods wohl meist beschäftigter Komponist habe die vergangenen, von COVID-19 geprägten Monate dafür genutzt, den Score für „Dune“ fertigzustellen – und sich gleichzeitig aber eine Pause davon gegönnt, um an diesem Song für den Trailer zu arbeiten. Zimmer arbeitete mit einem 32-köpfigen Chor aus Los Angeles zusammen, von dem 12 Sängerinnen und Sänger den Text von „Eclipse“ einsangen. Aufgenommen wurde das in acht Sitzungen mit jeweils vier Sänger:innen, um den Sicherheitsabstand wahren zu können. Chorleiterin Edie Lehmann Boddicker, die mit dem Oscar-Preisträger bereits an „Der König der Löwen“ zusammenarbeitete, wird von Variety wie folgt zitiert:

Er wollte eine Hommage an den ursprünglichen, sehr zurückgenommenen, ein wenig entrückten Sound machen, sodass der Gesang nicht zu vordringlich klingen würden. Es liegt eine Art Freude in diesem Stück, eine Menge Hoffnung. Es ist keine Niedergeschlagenheit, nur sehr friedlich und klingt wie nicht von unserer Welt“. Weiterhin sagt sie: „Wir haben alle COVID-19-Maßnahmen eingehalten. Alle trugen Masken, außer wenn sie sich in ihren getrennten, durch Glas getrennten Kabinen befanden, alle mit ihren eigenen Mikrofonen, und alles wurde zwischen den Sitzungen desinfiziert“.

Der Meister höchstselbst ging für die Aufnahmen nicht persönlich ins Studio, sondern arbeitete von zuhause aus – via FaceTime. Wunderwelt moderne Technik. Der Song wurde komplett eingespielt, im Trailer zu hören sind allerdings lediglich 13 Zeilen daraus. Mit ihm an dieser Coverversion arbeiteten der Programmierer Steven Doar, der Bassist Juan Garcia-Herreros sowie die Cellistin Tina Guo und der Gitarrist Guthrie Govan. Zumindest von den beiden letztgenannten kann man sich von deren Talent auch auf dem Konzertmitschnitt „Live in Prague“ überzeugen. Bei so einem Aufwand liegt die Vermutung sehr nahe, dass „Eclipse“ in der Version von Hans Zimmer nicht nur seinen Weg auf den offiziellen Soundtrack, sondern auch wieder als Single in die verschiedenen Streaming-Dienste finden wird.

Randnotiz: Der Trailer von „Dune“ sowie die Verwendung von „Eclipse“ ließen die digitalen Umsätze des Stückes von Pink Floyd um geschmeidige 1750% steigen.

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