Foto: Top Cow / Image Comics

Blood Legacy #1

Das Image-Studio Top Cow ist ein fleissiges welches. Oder einfach nur geldgeil. Das kann man halten wie ein Dachdecker. Jedenfalls hat mein erklärter Lieblingsverlag schon wieder eine neue Serie am Start, genannt “Blood Legacy: The Story Of Ryan“. Gezeichnet vom Tomb Raider-Star Andy Park, geschrieben von Kerri Hawkins, die mit dieser Serie ihr Debüt in der bunten Welt der Sprechblasenliteratur feiert. Und gelungener hätte es nicht ausfallen können!

Blood Legacy handelt, wie der Name schon andeutet, von der Geschichte Ryans. Ryan, eine scheinbar junge Frau, hat eine kleine Besonderheit: Sie ist eine Vampirin. Und damit unsterblich. Das Heft beginnt damit, dass besagte Ryan sich selbst und die gesamte obere Etage eines Hochhauses nach einem Gemetzel in die Luft sprengt. In der Pathologie wird Ryans Leichnam von einer gewissen Doktor Susan Ryersen untersucht. Neben einigen Besonderheiten in Ryans Körperbau stellt sie fest, dass sich die Wunden der angeblich toten Frau anscheinend rückbilden. Ryersen findet heraus, dass sich Ryans Wunden tatsächlich heilen, und in der Leiche noch mehr Leben steckt, als es normalerweise bei Toten der Fall sein dürfte… In Rückblenden, die immer quer über das ganze Heft verteilt sind, wird von einem besonderen Jungen mit außergewöhnlichen Kräften und Talenten erzählt, der irgendwann im Mittelalter lebt und gegen Ende des ersten Heftes eine ganz beißende Erfahrung zu machen scheint…

Whoa, was für ein Auftakt ! Zwar ist diese Vampirgeschichte (bisher) nur eine Neuerfindung des Rads, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass diese Geschichte hochinteressant ist und unheimlich viel Potential besitzt, sich zu eine der interessantesten im Top Cow-Portfolio überhaupt zu entwickeln. Denn das Besondere an Blood Legacy ist nämlich, dass, bevor der Comic entstand, ein 400 Seiten umfassender Roman von Kerri Hawkins vorlag. Auch Andy Park leistet hier wieder gewohnt exquisite Arbeit, auch wenn er nur das erste Heft zeichnet. Ab Nummer 2 schwingt ein gewisser Mark Pajarillo den Bleistift. Ob er es mit Andy Park aufnehmen kann, wird sich zeigen. Auf jeden Fall hat die Nummer 1 schon mal Spaß beim Lesen bereitet wie schon lange kein Heft vor ihr. Das mag auch an den kleinen, versteckten “Gags” liegen. So sieht zum Beispiel Parks Dr. Ryersen aus wie Scully und ist zudem auch noch Ärztin…

Dass Andy Park nur die Erstausgabe gezeichnet hat, hat immerhin den Vorteil, dass er uns bei Tomb Raider erhalten bleibt, wo er – meiner Meinung nach – auch als einziger (Zeichner) hingehört! Jetzt bin ich natürlich aus zwei Gründen gespannt auf’s nächste Heft, nämlich: 1. Wie geht’s weiter ? Und zweitens: Was kann Mark Pajarillo (den kenne ich bisher nämlich noch nicht ) ? In Zukunft gibt’s hier weitere Rezensionen zu Blood Legacy, garantiert !

Ach ja – positiv anzumerken ist auch, dass “Fathom“-Star Michael Turner ein Variant-Cover gezeichnet hat. Auch das aufsteigende neue Zeichnertalent Keu Cha (“Witchblade“) hat ein recht ansehnliches Cover beigesteuert.

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