Foto: Roman Jasiek / AVALOST / Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz

Barcelona erwartet im Jahr 2019 rund 3,2 Millionen Kreuzfahrttouristen

Barcelona erwartet im Jahr 2019 insgesamt rund 3,2 Millionen Kreuzfahrtreisende und 830 Anläufe in einer – wie Kreuzfahrtmanagerin Mar Pérez es auszudrücken pflegt – starken Kreuzfahrtsaison 2019. Zum Vergleich: 2017 waren es noch 2,7 Millionen Kreuzfahrtgäste.

Pérez erklärt, die Strategie des Hafens sei es, mehr „Tournaround-Anläufe“ zu generieren, Barcelona also als Heimathafen des einen oder anderen Schiffes gewinnen zu können. Gleichzeitig hoffe man, die effizientesten und umweltfreundlichsten Kreuzfahrtschiffe anzuziehen.

Anfang des Jahres wurde im Hafen Barcelonas Geschichte geschrieben, als die AIDAnova dort erstmals das umweltfreundlichere Flüssiggas (LNG) bunkerte.

Wir arbeiten am Bau von zwei neuen Kreuzfahrtterminals am Adossat Quay mit den modernsten Einrichtungen und sind bereit, die neuesten Kreuzfahrtschiffe der Branche zu bedienen. Unsere Hauptaufgaben sind im Wesentlichen die Minimierung der Umweltauswirkungen von Kreuzfahrten in unserem Hafen und seiner Umgebung. Wir prüfen Maßnahmen zur Verringerung der Luft- und Wasserverschmutzung, zur Optimierung der Abfallwirtschaft und arbeiten auch mit der Stadt zusammen, um Staus in wichtigen Touristengebieten zu vermeiden. Beim Blick in das Auftragsbuch glauben wir, dass wir in naher Zukunft mehr Liegeplatzanfragen und größere Schiffe haben werden. Wir arbeiten daran, die Anzahl der Terminals zu erhöhen, welche die großen Schiffe abfertigen können“, erklärt Pérez.

Die erwähnte Strategie beinhalte nicht nur die Aufnahme von mehr und größeren Schiffen, sondern auch die Vereinfachung und Rationalisierung des Passagier- und Fahrzeugflusses im Hafenbereich an sehr betriebsamen Tagen, sagt sie.

3,2 Millionen Passagiere bedeuten auf das Jahr heruntergebrochen rund 8.800 Touristen am Tag. Im Jahr 2016 haben Kreuzfahrttouristen bei ihrem Besuch in Barcelona rund 518 Euro ausgegeben – pro Person. Tendenz steigend. Schon 2016 war das ein Zuwachs von rund 20 Prozent gegenüber dem Jahr 2014. Zu dieser Feststellung kam die International Association of Cruise Lines (IACL) im Rahmen ihrer Studie „Auswirkungen von Kreuzfahrtpassagieren auf Barcelona“. Nimmt man also nur mal an, die Ausgaben würden in diesem Jahr unverändert bleiben, entspräche das für die Stadt Barcelona Einnahmen von 1,6 Milliarden Euro – entsprechende Steuern inklusive. Ein hübsches Sümmchen für die Stadtkasse, selbst wenn man ausschließlich den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 10% (z.B. bei Busfahrscheinen, Taxi- und Restaurantrechnungen) zugrunde legt.

Im Jahr 2018 besuchten insgesamt rund 81 Millionen Touristen Barcelona. Der Minister für Industrie, Handel und Tourismus, Reyes Maroto, erklärte, dass dadurch Kosten in Höhe von rund 90 Millionen Euro entstünden. Man könnte also sagen, dass diese Kosten alleine durch das Konsumverhalten von Kreuzfahrtgästen gedeckelt werden, die mit ihrem Anteil von nicht einmal 5 Prozent am Gesamtaufkommen quasi im Hintergrundrauschen der – durchaus diskussionwürdigen – Touristenmengen untergehen. Zahlen, Daten und Fakten die man meines Erachtens wissen sollte, wenn die (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) auftretende Diskussion über Kreuzfahrten und die daraus resultierenden Belastungen – zum Beispiel für Barcelona – geführt werden.

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