Foto: Top Cow / Image Comics

Eve ProtoMecha #1

Angesiedelt in einer fernen Zukunft, in der die Menschheit mal wieder kurz vorm Verenden steht und diesmal tatsächlich nicht selbst schuld ist (sondern ein Meteorit – aha!), spielt E.V.E ProtoMecha, der neueste Streich von Liquid!. Nachdem Christian Lichtner ja schon für Soul Saga als Autor tätig ist, haben er und Aron Lusen (auch von Liquid!) sich zusammengesetzt und eine neue Comicserie aus der Taufe gehoben. E.V.E spielt, wie oben schon erwähnt, also in einem, durch einen Meteoriteneinschlag hervorgerufenen ewigem Winter. Ironischerweise ist die Technik, die man immer als Untergang der Menschheit angesehen hat, mittlerweile die einzige Chance zum Überleben. Doch mehr noch als die technischen Errungenschaften werden in dieser Welt diejenigen bewundert und geehrt, die sie erschaffen haben – Wissenschaftler.

Dr. Gep Hopkins ist ein solcher, ach so ehrwürdiger Wissenschaftler. Nachdem seine Frau gestorben ist – noch bevor sie die Gelegenheit gehabt haben, eine Familie zu gründen – arbeitet er an seinem Lebenswerk, einer künstlichen, kybernetischen Person – E.V.E. Sie ist für Dr. Hopkins die Tochter, die er nie haben konnte. Doch egal, was Hopkins auch anstellt, es gelingt ihm nicht, E.V.E Leben einzuhauchen. Bis eines Tages drei merkwürdige Gestalten aus dem nichts auftauchen, die sich als göttliche Boten vorstellen. Azarus, der Anführer der drei Boten, erklärt Hopkins, dass sie gesandt wurden, um drei Personen aufzuhalten, die dem Himmel abtrünnig geworden sind und nun unterwegs wären, um die Erde zu vernichten. Und nur E.V.E wäre in der Lage, diese drei aufzuhalten. Wenn sie denn Leben würde. Azarus umgeht dieses Problem, indem er E.V.E Leben schenkt, natürlich mit der klitzekleinen Klausel, dass ihr Leben von nun an quasi ihm gehört. Und es kommt wie es kommen muss, Hopkins lässt sich von den drei Boten einlullen, E.V.E beginnt zu leben und fängt alsbald mit ihrer Mission an, die sie als erstes einen gutherzigen Arzt töten lässt…

Ansonsten gibt’s da noch den Piloten Crash, der eine Art Top Gun-Tom Cruise ist, und Razor, auch so ein Pilot. Die beiden liefern sich in ihren Mech-ähnlichen Vehikeln ein Rennen, bei dem Crash fast ums Leben kommt, wäre da nicht E.V.E… Tja all das und noch jede Menge (zwielichtige ?) Gestalten mehr findet sich in der ersten Ausgabe von E.V.E ProtoMecha. Gut, die Story ist ja schon mal ganz nett. Und wie sieht’s mit den Zeichnungen aus ? Ale Garza leistet ganze Arbeit, kann man da nur sagen. Sein Zeichenstil erinnert mich irgendwie an Joe Madureira (nein, nicht nur E.V.Es üppiger Oberweite wegen), gefällt mir aber noch um einiges besser. Alles noch so “unverbrauchte Gesichter”. Denn, seien wir mal ehrlich – immer wenn man ein ach so neues Heft einer ach so neuen Serie aufschlagen, bei dem ein bekannter Zeichner wie eben Madureira oder Turner, Daniel usw. den Stift geschwungen hat, weiß man doch immer vorher schon ungefähr, wie die Charaktere aussehen werden. Und da ich persönlich Ale Garza vorher noch nicht kannte, war ich angenehm überrascht. Was die Kolorierung angeht, haben sich Aron Lusen und Christian Lichtner nicht lumpen lassen, denn schließlich sind sie dem Großteil der Comicwelt als Liquid! bekannt, und als solche haben sie die Zeichnungen dann auch selbst koloriert – was dann auch entsprechend gut aussieht. Liquid! eben. Ich für meinen Teil habe nach der Lektüre des ersten Heftes beschlossen, E.V.Es Odyssee weiterzuverfolgen. Das heißt, demnächst an dieser Stelle mehr!

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