Foto: Danse Macabre

Agapesis – Erotika

In unserer schönen neuen Welt ist es ja inzwischen so, dass grundsätzlich jeder, der sich irgendwie zum Künstler berufen fühlt, seinen Wunsch auch ausleben kann. Wer zum Beispiel heute Musik machen möchte, braucht dafür weder viel Geld noch umfangreiches Equipment. Und ganz toll: Talent muss man auch nicht mehr haben! Wer mag kann also loslegen und die peinlichste Platte des Jahres aufnehmen. Allerdings wird an dieser Spitze die Luft aktuell dünner, denn die Belgier von Agapesis haben mit ihrem Machwerk “Erotika” die Messlatte diesbezüglich schon ordentlich weit nach oben gelegt.

Agapesis, ein Duo aus dem französischsprachigen Teil Belgiens, haben mit “Erotika” bereits ihr drittes, offensichtlich von Szenegrößen wie Die Form inspiriertes Album am Start, das ein klassisches Beispiel dafür ist, dass Umsätze mittels Sex erzielt werden sollen. So verpacken das Männlein und das Weiblein dieser Truppe ihre Fetischfantasien in ein minimalelektronisch angehauchtes Geballer, wo zunächst einmal nichts gegen zu sagen wäre. Das Problem ist halt nur, dass die Klangkonstrukte, die sie hier abliefern, von Belanglosigkeit und mangelnder Kreativität nur so strotzen, dass es fast schon wieder eine Freude ist. Aber eben nur fast. Dazu gesellt sich höchst befremdlich klingender Gesang von ihm sowie so schiefe, verzerrte Shouts von ihr, die Assoziationen an Katzengejammer wecken. Und wäre dies alles nicht schon schlimm genug, ist der Klang so dumpf dass man sich fragen muss, ob versehentlich die Demo im Presswerk gelandet ist und nicht das fertige Golden Master. Das Tüpfelchen auf dem i sind dann aber schlussendlich so grandiose Songtitel wie “Master Of Pussies”. Alles in allem ist das hier also nicht mehr als eine glatte Fünf.


Liebes Danse Macabre Team, das hier könnt ihr nicht ernst meinen?! In der Vergangenheit habt ihr so oft ein goldenes Händchen für spannende Newcomer gehabt – warum also jetzt das? Musste unbedingt ein Die Form Verschnitt ins Labelrepertoire? Oder war hier die Maxime: Sex sells? Mag ja sein, dass die Live-Auftritte des Duos sich in der SM-Szene inzwischen zu einem beliebten Happening entwickelt haben. Aber wenn ich mir die Presse- sowie die Konzertfotos so anschaue, wird das wohl kaum in der katastrophal schlechten Musik begründet liegen. Agapesis können sich immerhin noch damit rühmen, dass sie die erste Band sind, deren Promo ich mir nicht bis zum Ende angehört hab. Dieses Gedudel war einfach nur unerträglich.


Erscheinungsdatum
11. September 2009
BAND/KÜNSTLER:IN
Agapesis
ALBUM
Erotika
LABEL
Danse Macabre
Unsere Wertung
1.3
Agapesis – Erotika
FAZIT
Das Problem ist halt nur, dass die Klangkonstrukte, die sie hier abliefern, von Belanglosigkeit und mangelnder Kreativität nur so strotzen, dass es fast schon wieder eine Freude ist. Aber eben nur fast. Dazu gesellt sich höchst befremdlich klingender Gesang von ihm sowie so schiefe, verzerrte Shouts von ihr, die Assoziationen an Katzengejammer wecken. Und wäre dies alles nicht schon schlimm genug, ist der Klang so dumpf dass man sich fragen muss, ob versehentlich die Demo im Presswerk gelandet ist und nicht das fertige Golden Master. Das Tüpfelchen auf dem i sind dann aber schlussendlich so grandiose Songtitel wie “Master Of Pussies”. Alles in allem ist das hier also nicht mehr als eine glatte Fünf.
INHALT/KONZEPT
1
TEXTE
0
GESANG
1
PRODUKTION
2.5
UMFANG
3.5
GESAMTEINDRUCK
0
Leserwertung0 Bewertungen
0
POSITIV
NEGATIV
Inhaltlich ein Totalausfall, technisch und musikalisch leider nicht besser.
Nicht einmal Teilnehmende der SM-Szene können an diesem Schund ernsthaft gefallen finden, zumal es mit dem offensichtlichen Vorbild Die Form bessere Alternativen gibt.
1.3
PUNKTE

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