Foto: R.Hartmann / Artwork: Glenvore-art

Elane – Arcane (Music inspired by the Works of Kai Meyer)

Noch immer hält der Winter das Land in seinen kalten Pranken. Und es sieht auch ganz danach aus, als bliebe er uns noch ein Weilchen erhalten. An Tagen, wo man bereits am frühen Nachmittag in den eigenen vier Wänden theoretisch Festtagsbeleuchtung bräuchte, um der Dunkelheit draußen vor den Fenstern begegnen und Haushaltsunfälle vermeiden zu können, wäre da nicht eigentlich eher Sofa und ein großer Pott heißer Schokolade angebracht? Eben. Die Sahnehaube dazu liefern übrigens ELANE mit ihrem sprichwörtlich märchenhaften Album “Arcane”.

Elane, eine Folk-Band aus dem Sauerland, hatten schon immer einen Hang zu märchenhaften, fantastischen Themen. Schließlich findet sich in ihrer vielumjubelten Musik auch ein Stück in elbischer Sprache (“Nen ar Tasar (You see)”). Kritiker und Konsumenten waren sich bei den bisherigen Veröffentlichungen einig: Die zauberhafte Klangwelt Elanes bietet sich auch ganz wunderbar als musikalische Untermalung für einen Herr der Ringe-Film an. Das nur als Exkurs am Rande, damit Ihr eine ungefähre Vorstellung davon bekommt, was Euch erwartet, wenn Ihr Euch auf Elane einlasst, solltet Ihr sie bis dato nicht kennen.

In Sachen Elane auf den Geschmack gekommen ist auch ein anderer großer Könner, wenn es um das Erschaffen märchenhafter Welten geht: Kai Meyer, Bestsellerautor (u.a. die “Sturmkönige”-Trilogie, “Arkadien erwacht” oder “Die Wellenläufer”) in Millionenauflage. Es scheint fast so, als sei es eine Fügung des Schicksals gewesen, dass sich Herr Meyer und Elane auf einem Konzert im Jahre 2006 kennenlernten und sich daraus eine Freundschaft entwickelte. Eine durchaus früchtetragende Freundschaft, möchte man sagen, denn die Stücke auf “Arcane” sind durch die Bank weg von den Werken Kai Meyers inspiriert. Man ist gegenseitig auch voll des Lobes, natürlich! So sagt beispielsweise Sängerin Joran: “Der Facettenreichtum seiner Geschichten beeindruckte mich von Anfang an! Durch Kai Meyers Geschichten inspiriert zu komponieren, bedeutet eine vollkommen neue Herangehensweise für uns”. Kai Meyer indes sieht die Sache so: “Ich bin immer ein großer Fan von Musik zum Buch gewesen – schon in den 70er Jahren mit Bo Hanssons Album “Lord Of The Rings”. Dass sich nun ausgerechnet Elane, die ich nicht nur musikalisch, sondern auch persönlich sehr schätze, meiner Geschichten annehmen und sie zu etwas ganz Eigenem machen, freut mich enorm“. Schieben wir mal die obligatorische, gegenseitige Süßholzraspelei beiseite, dann ist es immer noch bestens vorstellbar, dass die Arbeit an “Arcane” durch einen ergiebigen Synergieeffekt beeinflusst wurde. Wer daran welchen Anteil hat, ist im Prinzip aber eigentlich völlig wumpe. Entscheidend ist das Ergebnis.

Meine Damen und Herren, machen wir es kurz und schmerzlos: Mit “Arcane” ist Elane abermals ein ganz großer Wurf gelungen, ein zeitloses Album von mitreissender Schönheit! Es spielt dabei auch keine Rolle, ob man ansonsten dieser Musikrichtung zugeneigt ist oder nicht – sich dem Zauber von “Arcane” zu widersetzen dürfte jedem, der sich gerne in fantastische Welten entführen lässt oder dem Kopfkino hingibt, unmöglich sein. Seien es nun die orientalischen Einflüsse in “Samarkand”, das mystische “Die geheime Melodie”, das schwermütige “Masken”, das rockige/rockende “Arcane Ride” oder das Assoziationen an einen Ausritt durch das Auenland weckende “Magdalena” – Elane haben sich erfolgreich alle Mühe gegeben, ein in höchsten Maße abwechslungsreiches Album zu schaffen. Die Mittel der Wahl: Vielfältige Instrumentierung, ausgefeilte Arrangements und kraftvoller Gesang.

Ähnlich wie ich jetzt hier werden sich die Kollegen anderer Magazine auch diesmal wieder vor Lob überschlagen. Und wisst Ihr womit? Mit Recht!


Als die Rundmail bezüglich dieser Veröffentlichung über den Promoverteiler ging, bin ich zunächst mal aufgrund der Nennung Kai Meyers hellhörig geworden. Schließlich ist mir der Name als Ex-Buchhändler durchaus ein Begriff. Allerdings: Nie im Leben hätte ich gedacht, dass mich “Arcane” so auf ganzer Linie überzeugen würde. Vor allem angedenk der Tatsache, dass mich für gewöhnlich weder Fantasy-Romane noch Folk-Musik sonderlich beeindrucken. Natürlich, die Hauptzielgruppe sind Mittelalterfans, Herr der Ringe-Begeisterte, Kai Meyer Leser und alle, deren Herz sich in diese Richtung erwärmen lässt. Wie man allerdings an mir sieht, können auch Leute, die damit sonst gar nichts am Hut haben, sich in diesem Album verlieren. Wieder und wieder und wieder… Ich hole mir jetzt jedenfalls noch eine Tasse heißer Schokolade, verziehe mich wieder auf mein Sofa, gucke dem Schneetreiben draußen vorm Fenster zu und lasse mich von Elane wärmen.


Erscheinungsdatum
18. Februar 2011
BAND/KÜNSTLER:IN
Elane
ALBUM
Arcane (Music inspired by the Works of Kai Meyer)
LABEL
Curzweyhl
Unsere Wertung
8.3
Elane – Arcane (Music inspired by the Works of Kai Meyer)
FAZIT
Als die Rundmail bezüglich dieser Veröffentlichung über den Promoverteiler ging, bin ich zunächst mal aufgrund der Nennung Kai Meyers hellhörig geworden. Schließlich ist mir der Name als Ex-Buchhändler durchaus ein Begriff. Allerdings: Nie im Leben hätte ich gedacht, dass mich “Arcane” so auf ganzer Linie überzeugen würde. Vor allem angedenk der Tatsache, dass mich für gewöhnlich weder Fantasy-Romane noch Folk-Musik sonderlich beeindrucken. Natürlich, die Hauptzielgruppe sind Mittelalterfans, Herr der Ringe-Begeisterte, Kai Meyer Leser und alle, deren Herz sich in diese Richtung erwärmen lässt. Wie man allerdings an mir sieht, können auch Leute, die damit sonst gar nichts am Hut haben, sich in diesem Album verlieren.
INHALT/KONZEPT
8
TEXTE
7.5
GESANG
9
PRODUKTION
8.5
UMFANG
8
GESAMTEINDRUCK
8.5
Leserwertung0 Bewertungen
0
POSITIV
Wunderschöne, märchenhafte Klangwelten, in denen man sich eins um andere Mal verlieren kann.
Schöne Idee, die fantastischen Arbeiten von Kai Meyer als Inspirationsquelle zu nehmen.
NEGATIV
8.3
PUNKTE

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